Der Muttertag
Der Muttertag wie wir ihn heute kennen ist auf Grund einer langen und bewegten Geschichte entstanden, welche ihren Ursprung in der englischen Frauenrechtsbewegung hat. Zu der damaligen Zeit, in der Frauen wesentlich weniger Rechte als Männer hatten formierten sich erste Gruppen, die sich für eine Gleichberechtigung der Frauen einsetzte. Diese veranstaltete im Jahr 1865 erstmals den „Mothers Friendship Day“, welcher dazu genutzt werden sollte Frauen eine Basis für ihre Fragen zu geben und diese zu beantworten. Darauf folgten einige weitere Bewegungen, welche sich für die Belange von Müttern in England und der ganzen Welt einsetzten.
Der eigentliche Muttertag entstand in den USA
Begründet wurde der Muttertag durch die Amerikanerin Anna Marie Javis, welche am 12. Mai 1907 den Muttertag einführte. Ihre Motivation resultierte aus dem Tod ihrer Mutter und sollte dazu dienen ihre Mühen und Anstrengungen zu würdigen. Dank der positiven Resonanz der Bevölkerung setzte sich sich fortan für einen gesetzlichen Muttertag ein, welcher als Tag zu Ehren der Mütter gefeiert werden sollte. Im Jahre 1914 wurde der Muttertag erstmals auf den zweiten Sonntag im Mai festgelegt und wurde fortan jedes Jahr als Feiertag zelebriert.
Auch international stieß der Muttertag auf offene Ohren
Durch die Vormachtstellung der USA wurde die gesetzliche Festlegung des Muttertags weltbekannt, sodass auch die ersten anderen Nationen den Muttertag als Feiertag festlegten. Als erstes Land zelebrierte Großbritannien den Muttertag als offiziellen Feiertag, worauf die Schweiz, Österreich und Deutschland folgten. In vielen Ländern war der Muttertag aber kein offizieller Feiertag und verankerte sich lediglich im Brauchtum der jeweiligen Länder, was ihn trotzdem zu einem akzeptierten Ehrentag machte.
Bewegte Geschichte in Deutschland
Auf Grund der zunehmenden Kommerzialisierung des Muttertags ergriff in Deutschland der Verband der Blumengeschäftsinhaber das Wort und umwarb den zweiten Sonntag im Mai als Tag der Blumengrüße, hierzu wurden Plakate bedruckt, welche den Slogan „Ehrt die Mutter“ trugen. Traurige Berühmtheit erlangte der Muttertag schließlich zur Zeit des Nationalsozialismus, in der der Muttertag auch zu Propagandazwecken missbraucht wurde.
Hier wurde der Muttertag erstmals als offizieller Feiertag zu Ehren der Mütter eingeführt. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wurde der Muttertag als nicht-gesetzlicher Feiertag etabliert und räumte den Blumenhändlern eine Sonderstellung ein, da diese anlässlich diesem Tag ihre Geschäfte auch am Sonntag öffnen durften. Heute ist der Muttertag in weiten Teilen der Bevölkerung weit verbreitet und dient dazu, die Verdienste seiner Mutter zu würdigen. Dies geschieht nach Willen der Händler vor allem durch den Kauf von Blumen, wird jedoch auch von vielen Kindern genutzt um ihren Müttern etwas gutes zu tun und sie mit einem kleinen Präsent zu erfreuen.